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Sonntag, 19. April 2009

Ruta Maya, 2. Teil

Nach den Sonnen- und Mondpyramiden Teotihuacans ging es mal wieder nach Oaxaca. Die Orte in und um Oaxaca-Stadt kannte ich bereits von meiner Reise im Oktober. Nichtsdestotrotz ging es wieder nach Monte Alban, Mitla und nach Tule, um die dortigen Ruinen und den großen, alten Baum zu sehen, diesmal allerdings im Eiltempo.

Hier die Bilder.

Dienstag, 13. Januar 2009

Huatulco

Nach zweiwöchiger Abwesenheit, schönen Feiertagen in Düsseldorf, damit verbundenen, geschätzten 63 Reisestunden und Aufenthalten in San Antonio, Chicago, London und New York bin ich seit letzter Woche endlich wieder in Mexiko.
Gleich nachdem ich am Mittwoch in Mexico City ankam ging es allerdings auch schon weiter, nach Huatulco, Oaxaca. Es galt, dort ein Camp für knapp 40 Austauschschüler zu organisieren, im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz, die vom dortigen, lokalen Komitee meiner Organisation durchgeführt wurde.

Was man im Süden Mexikos Anfang Januar erleben kann, wagte ich nicht zu träumen, als ich noch bei Minusgraden und 15 cm Neuschnee in Düsseldorf in den Zug stieg. Kaum drei Tage später saß ich dann schon am Strand unter Palmen, bei 32 Grad Hitze und sah den Pelikanen beim Fischen zu. Die Pazifikküste in Oaxaca ist wirklich wunderschön, es ist das Mexiko, was man aus Y tu mamá también kennt, ganz ohne die Hotelburgen oder die Massen amerikanischer Turisten Cancúns oder Acapulcos. Die kleinen Strände sind ruhig und teilweise fast unberührt, im Wasser schwimmen Fische, die ich bisher nur aus dem Düsseldorfer Aquazoo kannte. Unter den fast ausschließlich indigenen Bewohnern der Region fiel ich zum ersten Mal bewusst als Weißer auf, und das Essen war, wie ich das aus Oaxaca bereits gewöhnt bin, unschlagbar. Neben einigen Stunden Arbeit als Campleiter fand ich glücklicherweise genug Zeit, um das alles auszukosten.

Mein erstes Mal am Meer in diesem Land hat sich bis auf einen minimalen Sonnenbrand und den Zuschlag für einen verpassten Flieger zurück nach Mexico City vollends gelohnt. Ich denke bereits über die nächste Möglichkeit nach, an den Ozean zu fahren, es ist mit der Großstadt eben nicht zu vergleichen.

Dank meiner neuen Kamera konnte ich meine Eindrücke festhalten. Hier sind sie.





Sonntag, 26. Oktober 2008

Essen!

Ich stehe auf mexikanische Küche.

Viele Leute hatten mir noch in Deutschland erzählt, in Mittelamerika gäbe es doch sowieso nur "Reis, Bohnen, fritierte Bananen und Huhn". Das mag vielleicht auf Honduras oder Panama zutreffen, auf Mexiko jedoch nicht.

Auch gibt es hier keine Burritos (im ehesten Fall bei Burger King), und Nachos sind, wie in Deutschland auch, ein US-Import und eher mit schmieriger Käsesauce im Multiplex-Kino zu finden als im Restaurant. Dieser oft als mexikanisch missverstandene Tex-Mex Food erfreut sich hier keiner besonders großen Beliebtheit. In Mexiko Stadt gibt es wahrscheinlich alle denkbaren amerikanischen Fast Food Ketten, egal ob Mc Donald's, Pizza Hut oder Subway. Alle. Bis auf Taco Bell.

Abhängig von den einzelnen Regionen des Landes variieren die Essgewohnheiten stark; im Norden isst man angeblich nur gegrilltes Fleisch, an den Küsten Fisch, und in Oaxaca habe ich neulich eine Heuschrecke gegessen. Mit Chili und ein bisschen Limonensaft.

Eines gilt allerdings überall: Mexikaner essen viele Tacos, und zwar in allen vorstellbaren Varianten. Tacos mit Käse, Tacos mit Chorizo, Tacos mit Pilzen, Tacos mit Kebabfleisch und Ananas. Vegetarisch, fritiert, klein, groß und riesengroß. Die besten werden bekanntlich auf der Straße verkauft, für etwa 50 Euro Cent das Stück. Europäische Mägen verkraften das nicht immer, aber der Sabor de la calle, der "Geschmack der Straße" ist einzigartig. Dafür muss man dann eben ein paar Tage Verdauungsprobleme in Kauf nehmen.

Hier mal ein paar Bilder.

Tacos werden oft an solchen improvisierten Ständen verkauft...


...und sehen dann so aus. Hier mit Nopal, Blätter einer Kaktusart, die wie Gemüse gegessen werden.


Er hier macht in La Romaein paar sehr gute Tortas, riesige, überladene, belegte Brote. Hier wird gerade das Ei gebraten.


Beläge für Tacos. Reis, Chili, Huhn, Chorizo.


Tlayuda in Oaxaca. Eine Art Pizza-Taco. Eins darf hier nie fehlen: Avocado.

Freitag, 24. Oktober 2008

Oaxaca

Letzte Woche bekam ich von einer Ehrenamtlichen der Organisation, für die ich arbeite, das Angebot, an einer 5-tägigen Reise in den Süden von Mexiko teilzunehmen und sagte sehr spontan zu. Das war Dienstag Nachmittag. Am Mittwoch saß ich dann im Bus nach Oaxaca, einer Stadt im gleichnamigen Bundesstaat, von dem alle Mexikaner, die ich bis jetzt kennengelernt habe schwärmen, als wäre es das Paradies auf Erden.

Tatsächlich war alleine schon die Busfahrt ein Erlebnis, mit den Kings Of Leon auf den Ohren ging es auf einer nahezu leeren Piste durch die wilde Sierra Madre Occidental, eine spannende Kulisse aus felsigen Bergen und Wäldern aus Kakteen. So vergingen die sechs Stunden wie im Flug, ganz ohne eine der auf dieser Strecke üblichen Militärkontrollen.

Oaxaca ist vergleichbar, wenn auch auf eine etwas abstrakte Weise, mit Oberbayern. Allerdings wird hier statt Weißbier Mezcal getrunken und statt Haxen gibt es Tamales mit Mole. Ansonsten ist es -wie Bayern- bekannt für seine Folklore, Trachten, typisches Essen und traditionelles Leben auf den Dörfern. Oaxaca vereint die meisten Klischees über das südliche Mexiko, Touristen werden vor allem von den Ruinen Monte Albans, den Märkten der Stadt und von der berühmten Küche angezogen.

Ich verbrachte die Nächte in einer Hängematte zwischen Papayabäumen und Truthähnen im Garten unseres großzügigen Gastgebers, ein kleiner, stämmiger Mann der sich selbst stolz "El Indio" nennt. Er war bis vor zwei Jahren Präsident seiner Gemeinde, hat verhältnismäßig große Besitztümer und sorgt mit allen Mitteln für Familie und des öfteren eben auch für Gäste aus aller Herren Länder. So lud er mich jeden Abend auf einen Mezcal ein, natürlich vom Nachbarn hausgebrannt.

Wir machten die für Oaxaca übliche Touristentour, inklusive Tolteken- und Zapotekenruinen, Besuch der Stadt, des Árbol del Tule, des angeblich ältesten und größten Baums der Welt, einer traditionellen Töpferei und Mezcalprobe am Produktionsort.

Es war warm, ich lief nur in Shorts herum, was sehr angenehm ist für jemanden, der im Oktober eher an rheinische Regentage gewöhnt ist.

Hier ein paar Eindrücke.

Fahrt durch die Sierra

Straßenbild auf dem Dorf

Man sollte nicht um drei Uhr anfangen, dieses Zeug zu trinken.

Die Ruinen von Monte Alban, ...

...eine der bedeutendsten Fundstätten Zapotekischer Kultur


Oaxaca ist ein buntes Kolonialstädtchen.

An einem Samstag kann man auf dem Dorf schon einmal mitten in eine Prozession geraten...

...und von einer Dame wie hier rechts im Bild mit einem Lasso eingefangen und zum Tanz aufgefordert werden. Ich wurde allerdings mit einer Flasche Mezcal entschädigt.